In unserer Reihe ”Anekdoten eines Dienstleisters” hatten wir im letzten Beitrag versprochen, heute ein echtes Positiverlebnis aus unserem Geschäftsleben zu schildern. Dabei handelt es sich zwar nicht um ein wirkliches Wunder, wie im Titel ausgedrückt wird, aber unserer Meinung nach um etwas so Ungewöhnliches, dass es uns schier die Sprache verschlagen hat – im angenehmen Sinne!
Es war erst vor kurzem, als ich den Rückruf eines Partners erhielt, mit dem Hinweis, dass er für sein Angebot noch ein, zwei Tage länger bräuchte als angekündigt, da er noch weitere Erkundigungen einziehen müsse. Nichts Besonders, oder? Oder vielleicht doch…? Ich finde, dass es für spanische Verhältnisse genau das ist, nämlich ungewöhnlich und daher erwähnenswert! Ich erkläre auch, warum.
Es ist mir in den gut 13 Jahren, die ich in Spanien lebe und arbeite, noch (fast) nie passiert (oder so selten, dass ich mich nicht daran erinnern kann
), dass mich im Geschäftsleben jemand zurückgerufen hat, nur um zu sagen, dass sich eine Angelegenheit ein wenig verzögert. Als Deutscher ist man vielleicht eher daran gewöhnt, solche Anrufe zu erhalten, aber hier in Spanien…? Normalerweise muss man im spanischen Geschäftsleben eher hinterhertelefonieren, um auf dem Laufenden zu bleiben oder Antworten zu erhalten.
Ohne unseren spanischen Gastgebern zu nahe treten zu wollen: Das ist einfach so, punktum! Aber auch: Man gewöhnt sich entweder daran und hört auf zu meckern (ohne diese Verhältnisse je gut zu heißen) oder man macht sich besser auf die Heimreise in sein Vaterland
. Darüber hinaus muss ich fairerweise einräumen, dass es mit der deutschen Pünktlichkeit und Genauigkeit hier in Spanien (zumindest in unserer Branche und Region) auch nicht weit her ist.
Sei es, dass sich unsere Landsleute hier den Gegebenheiten einfach anpassen; dann frage ich mich allerdings, warum sie das nicht in allen Lebensbereichen tun? Oder sei es, dass sich eben doch überwiegend der Bodensatz des arbeitenden deutschen Volkes hier an der Costa Blanca tummelt, welcher schon in der Heimat unpünktlich, unzuverlässig, ja betrügerisch war. Aber hierzu hatte ich mich ausführlich im Artikel vom 2. August 2011 geäußert; das ist nicht Gegenstand des heutigen Beitrages.
Das Interessanteste an dieser Geschichte ist, es handelt sich bei dem erwähnten Geschäftspartner weder um einen deutschen Landsmann noch einen Briten; es ist auch kein Spanier. Nein, jemand aus der Ukraine führt uns allen vor, wie man sich korrekt (nicht nur) im Geschäftsleben verhält. Bei diesem Partner handelt es sich praktisch gleichzeitig auch um einen Mitbewerber, was ja grundsätzlich nicht einfach ist. Aber man sieht, dass es sogar faire Konkurrenz geben und diese auch noch produktiv sein kann.
Dann macht das Geschäft wieder Spaß, wenn solche “Wunder geschehen”. Das entschädigt für vieles Unangenehme, was einem als Gewerbetreibenden so unterkommt. Und daher ist es für uns auch eine erwähnenswerte, positive Erfahrung, die wir mit Euch teilen wollen. Denn: Es gibt sie überall, die sympathischen Kunden (siehe “Anekdoten eines Dienstleisters IV“) und auch die netten Geschäftspartner, Lieferanten und Subunternehmer. Man muss sie nur finden…

Ja, ich muss auch sagen, dass ich in den 13 Jahren, die ich in La Marina lebe auch viele schlechte Erfahrungen mit diversen Dienstleistern machen musste, aber – ich glaube – seit mittlerweile 8 Jahren gibt es ja die Dienstleistungsfirma Tilobo und seitdem weiß ich: Da werden Sie geholfen !!!
Hallo Ana,
vielen Dank für die Streicheleinheiten – wir hoffen, nein, wir wissen, es kommt von Herzen. Hoffentlich denkt niemand, wir bezahlen für solche Lobeshymnen…
Markus
Übrigens: Uns gibt es jetzt schon 9 Jahre, nächstes Jahr wird groß gefeiert!!!