Wanderung um den Stausee von Guadalest

Stausee GuadalestAusflugsbootUnsere traditionelle Dreikönigswanderung führte uns dieses Jahr nach Guadalest, einem kleinen Bergdorf in der Provinz Alicante, das 1974 zum historischen Kunstdenkmal erklärt wurde. Da wir sehr früh unterwegs waren, konnten wir den malerischen Ort in seiner vollen Schönheit genießen, denn es waren noch kaum Touristen anzutreffen. Im Sommer ist diese touristische Attraktion überflutet mit Menschen aus aller Welt, die per Auto und Reisebus einen Ausflug in die Berge machen, um dem Reiz des Dorfes zu erliegen.

Wir wollten allerdings nicht zu der berühmten Burg spazieren, die sich wie ein Adlerhorst auf dem hohen Felsen erhebt, sondern um den Stausee von Guadalest herumwandern, der sich unterhalb des Ortes befindet.

Bergdorf überm SeeBevor wir losmarschierten gönnten wir uns in der Dorfbar noch einen warmen Milchkaffee 8-O , da dieser frühe Morgen windiger war, als wir gedacht hatten. Das hielt uns allerdings nicht von unserem Vorhaben ab. Nach einigem Suchen fanden wir die Zufahrt zur Staumauer, wo wir unser Auto parken konnten. Wir verstauten unseren Reiseproviant sicher in unserem Rucksack und mussten beim Losgehen darauf achten, dass uns der Wind die Kamera nicht aus der Hand wehte. Für eine Tauchaktion im See war uns das Wasser dann doch zu kalt :cry: .

Rio GuadalestWir überquerten also zuerst die Staumauer und setzten unseren Weg dann auf der Teerstraße am See entlang fort. Die Rundwanderung über 9,5 km sollte 2-3 Stunden dauern. So langsam kämpfte sich die Sonne durch und im geschützten Pinienwald war von dem starken Wind nichts mehr zu spüren. Wir konnten die herrliche Landschaft genießen und waren fasziniert von den verschiedenen Blau- und Grüntönen, in denen das Wasser des Stausees je nach Lichteinfall glitzerte. Umrahmt von Bergen wie der Sierra Aixorta und der Sierra Aitana kann man hier an jeder Lichtung etwas Neues entdecken. Die Burg von Guadalest und die Bergdörfer Beniardá und Benimantell grüßen von weitem und schauen auf den See herab. Die mediterrane Pflanzenwelt ist ein ständiger Begleiter, Mandel- und Olivenbäume, Rosmarin und Thymian säumen den Weg.

Browny der EselAußer einer englischen Wandergruppe, ein paar weiteren Wanderern, einem Jogger und einem Motorradfahrer trafen wir auch einen kleinen braunen Esel, der uns freudig begrüßte :-D . Leider konnte Browny :twisted: uns nicht begleiten und wir mussten ihn auf seiner Finca zurücklassen. So langsam verspürten wir Hunger und als wir nach 1,5 Stunden an eine gemütliche Sitzbank kamen, machten wir uns über unsere leckere Brotzeit her. Wurstbrot, Butterbrot und Ei, Schokoriegel, Magdalena und warmer Tee stärkten uns für die letzte Etappe.

StaumauerWir verließen nun den Teerweg und setzten unsere Wanderung auf einem gemütlichen Waldweg fort. Eine kleine Bachüberquerung war die einzige Anstrengung, die wir auf der letzten Strecke überwinden mussten. Nach 3 Stunden wieder am Auto angekommen, waren wir angenehm erschöpft und fuhren gut gelaunt nach Hause. Die Tour können wir allen empfehlen, die gerne zu Fuß in der Natur unterwegs sind. Da weite Strecken durch den Wald führen, ist sie sicherlich auch im Sommer mit der entsprechenden Kopfbedeckung und ausreichend Sonnenschutz machbar.

Weitere Fotos findet Ihr hier.

 

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