Nachdem wir im Rahmen unserer Anekdoten-Reihe neulich über schlechte Erfahrungen mit Kunden berichtet haben, wollen wir dieses Mal mit einigen unserer Mitbewerber ins Gericht gehen. Denn wir hatten es bereits angedeutet: Da tummelt sich so einiges an Bodensatz, was in unseren Augen die Bezeichnung Dienstleister nicht verdient. Außer dem Schaden, den diese Sorte Mensch beim Kunden anrichtet, bringt sie auch immer wieder ganze Branchen in Verruf; und, wie im Falle von uns Deutschen an der Costa Blanca, leider auch den Deutschen allgemein beim Spanier! ![]()
Auf der einen Seite sind da die eher harmlosen Fälle, die als gescheiterte Existenzen glauben, hier in Spanien könne es besser laufen, die es aber auch hier zu nichts bringen. Viele dieser Mitbewerber prahlen damit, wie erfolgreich sie in Deutschland waren und wie gut ihre Firma dort lief. Beim ersten Mal denkt man sich noch nichts dabei, aber irgendwann merkt man doch, dass da nur heiße Luft kommt. Warum sind all diese Helden eigentlich hier in Spanien, wenn sie in der Heimat ein ach so gut gehendes Geschäft hatten? Laufen diese Herrschaften vor irgendetwas davon? ![]()
Und dann gibt es noch diejenigen, denen jedes Mittel Recht ist, um ans Ziel zu gelangen. Das sind die Rücksichtslosen, ja Gefährlichen, die schon in Ihrem Heimatland die Gesetze überschritten haben und dann ins Ausland gehen, um dort so weiterzumachen, wie sie in Deutschland aufgehört haben, nämlich mit Lug und Betrug. Bei manchen dieser Typen tut man wirklich besser daran, nicht zu sehr an deren Vergangenheit zu rühren und ihnen aus dem Wege zu gehen. Es wäre nicht das erste Mal, wenn jemand dieser Gattung steckbrieflich gesucht (und hoffentlich auch gefunden) wird! ![]()
Die ohnehin schwierige Situation hat sich mit der Wirtschaftskrise (21 % Arbeitslosigkeit landesweit in Spanien) weiter verschärft. Viele unserer Mitbewerber haben ihr Gewerbe abgemeldet, tummeln sich aber weiterhin auf dem Markt. Dadurch erhöht sich der Konkurrenzdruck immens, können doch all diese “Gewerbelosen” ihre Dienste schon mal 18 % preiswerter anbieten, weil sie ohne Mehrwertsteuer arbeiten. Darüber hinaus wird mit Haken und Ösen versucht, jeden Auftrag an Land zu ziehen: Wo früher noch freundschaftlich konkurrierend miteinander umgegangen wurde (weil genug für alle da war), hackt man sich heutzutage gegenseitig die Augen aus (weil es jetzt bei weitem nicht mehr für alle reicht). ![]()
Wir persönlich haben das Glück, dass wir überwiegend von Empfehlungen leben und kaum aktiv Werbung machen müssen. Das ist allerdings auch etwas, worauf wir stolz sind! Denn es ist kein selbstverständliches Privileg, weiterempfohlen zu werden, nein, das muss man sich erarbeiten! Jedenfalls sind wir dadurch von der gegenwärtigen Situation nicht ganz so stark betroffen; andererseits ist das aber auch keine Garantie für den Erfolg, zumal wir festgestellt haben, dass der “Wert” einer Empfehlung beim potentiellen Kunden an Bedeutung verliert. ![]()
Tja, so sieht sie aus, die allgemeine Situation zwischen uns deutschen Dienstleistern an der Costa Blanca. Natürlich gibt es viele, viele Mitbewerber, die auch einen guten und ehrlichen Job machen; darüber berichten wir mal an einer anderen Stelle. Aber der Anteil der unangenehmen Zeitgenossen ist doch erschreckend hoch. Um das Ganze besser zu veranschaulichen, folgt in der nächsten Ausgabe unserer Reihe “Anekdoten eines Dienstleisters” ein konkretes Negativ-Beispiel eines Mitbewerbers und unsere Erlebnisse mit diesem. Bis dahin – lassen Sie sich nicht von den schwarzen Schafen unserer Branche ärgern! ![]()
